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Stadt und Landkreis Waldenburg / heute Walbrzych

Die Geschichte Waldenburgs lässt sich am besten in 3 Zeiträume einteilen.

Erster Zeitraum:
Waldenburg unter der Herrschaft Czettritz Neuhaus von 1192-1682
Zweiter Zeitraum:
Waldenburg unter der Herschaft verschiedener Besitzer 1682 – 1764
Dritter Zeitraum:
Waldenburg unter dem Grafen von Hochberg Fürstenstein 1764 bis jetzt

Quelle: Chronik der Stadt Waldenburg, Julius Schrodt 1837

Stadtbeschreibung nach Neumann 1894:
Stadt im Landkreis Waldenburg; Bahnhof der Linien Kohlfurt-Sorgau und Altwasser-Wrangelschacht der Preußischen Staatsbahn, Vorschussverein, Kommunalständische Bank, Landratsamt, Amtsgericht nebst Strafkammer (für die Amtsgerichtsbezirke Waldenburg, Friedland, Gottesberg und Wüstegiersdorf), 2 Bergreviere; evangelische, altlutherische, apostolische und katholische Pfarrkirche; Synagoge, evangelisches Gymnasium, Bergschule, Knappschaftslazarett; Kaiser Wilhelms- und Kriegerdenkmal; bedeutende Porzellan-, Ofen-, Schamottestein- und Wagenfabriken; photographisch-artistische Anstalt für Porzellangegenstände; Maschinen-, Likör- und Glasfabrik, Steinkohlenbergbau.

Zugehörigkeit staatlich: Preußen, Provinz Schlesien, Regierungsbezirk Breslau
Zuständ. Justiz (1894):
1) Amtsgericht Friedland, Landgericht Schweidnitz, Oberlandesgericht Breslau
2) Amtsgericht Gottesberg, Landgericht Schweidnitz, Oberlandesgericht Breslau
3) Amtsgericht Waldenburg, Landgericht Schweidnitz, Oberlandesgericht Breslau
4) Amtsgericht (Nieder-)Wüstegiersdorf, Landgericht Schweidnitz, Oberlandesgericht Breslau
Zuständ. Gau 1933 - 1945: Schlesien, 1941 - 1945 Niederschlesien
Zugehörigkeit ev. Kirche: Evangelische Kirche der altpreußischen Union, Kirchenprovinz Schlesien
Zugehörigkeit kath. Kirche: Bistum Breslau


Stadt bzw. Stadtkreis Waldenburg

Oberbürgermeister:
1925 Dr. Erdmann
1926-1931 Dr. Wießner
1932-1933 Schubert
1934-1935 Daniel
1936-1938 Dr. Schneider
1939-1945 Dr. Hans Hagemann


Einwohner Stadt Waldenburg

1875 : 11.307
1880 : 12.063
1890 : 13.553 , davon 8.120 Evangelische, 5.090 Katholiken, 253 Juden

Einwohner Stadtkreis Waldenburg
1925 : 44.111 , davon 25.849 Evangelische, 15.522 Katholiken, 220 Juden
1933 : 46.986 , davon 27.432 Evangelische, 15.653 Katholiken, 195 Juden
1939 : 64.072

Konfessionsstruktur Stadtkreis Waldenburg 1939
Evangelisch: 58,8 %
Katholisch: 31,5 %
Gottgläubig: 6,3 %
Glaubenslos: 2,6 %
Sonstige: 0,8 %


Quellen:

Schrodt, Julius: Chronik der Stadt Waldenburg 1837

Hubatsch, Walter (Hrsg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 - 1945. Reihe A: Preußen. Band 4: Schlesien. Marburg/Lahn, 1976.

Neumanns Orts-Lexikon des Deutschen Reichs. Ein geographisch-statistisches Nachschlagebuch für deutsche Landeskunde. Dritte, neu bearbeitete und vermehrte Auflage von Wilhelm Keil. Leipzig, 1894.

Das Ortsbuch für das Deutsche Reich. Herausgegeben in Verbindung mit der Deutschen Reichsbahn und Deutschen Reichspost. Berlin, 1927.

Statistik des Deutschen Reichs. Alte Folge, Band 57: Die Volkszählung im Deutschen Reich am 1. Dez. 1880. Berlin, 1883.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 32: Die Volkszählung im Deutschen Reich am 1. Dez. 1885. Berlin, 1888.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 150: Die Volkszählung am 1. Dez. 1900 im Deutschen Reich. Berlin, 1903.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 240: Die Volkszählung im Deutschen Reich am 1. 12. 1910. Berlin, 1915.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 434: Die Wahlen zum Reichstag am 31. Juli und 6. November 1932 und am 5. März 1933 (Sechste bis achte Wahlperiode). Berlin, 1935.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. Berlin, 1939.
Teil I: Altreich und Land Österreich.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 451: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16. Juni 1933. Heft 3: Die Bevölkerung des Deutschen Reichs nach der Religionszugehörigkeit. Berlin, 1936.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 550: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. Berlin, 1940.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 552: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 17. Mai 1939.

Stadt und Landkreis Waldenburg / heute Walbrzych
Von Waldenburg, auch Wallenburg.) 1785

Waldenburg ist ein offenes Städchen, 2 Meilen von Schweidnitz,
liegt mit Bergen ganz umgeben, in einer ziehmlich angenehmen Gegend,
nicht weit von dem bekannten Altwasserbrunnen und hat wie alle
Gebirgsstädte keine Garnision. Wie Naso versichert, soll 1191 noch hier ein bloßer Wald ( der sich auch noch um Waldenburg in der Nähe befindet ) gestanden haben. Dann ein Jagdschloß und Kirche gebauet worden, und zu letzteren große Wallfahrten geschehen seyn wovon er allerdings Wunderdinge erzählt. Es mag nun die Entstehung Waldenburgs geschehen seyn, wie, oder wenn sie wolle, so blieb dieser Ort ein unbeträchtlicher Flecken, gehörte den Freyherrn von Czettriz, erhielt zwar zu Anfang der der königlichen Regierung ein Bethaus, blieb aber beynahe in seiner Verfassung, bis es 1764 die Grafen von Hochberg kauften.

Die Stadt Waldenburg wird abends mit Laternen erleuchtet, ist gepflastert
und hat folgende Gebäude:
1.) Eine katholische Kirche, an welcher der Stadtpfarrer stehet
2.) Eine evangelische Kirche, welche aber jetzt nach einer Zeichnung
des berühmten Baumeisters, Herrn Kriegs.- Oberbaurath Langhans ,
nach dem neuesten Geschmack erbauet, und die an 16.000 Reichsthaler
kosten wird. An derselben stehet nur ein Prediger.
3.) Zwey Schulen, eine evangelische und eine katholische.
4.) Das Rathaus mitten auf dem Markt, wo sowohl der Magistrat als die
Bergdeputation ihre Sitzungen halten.
5.) Ein Schießhaus, welches der eigentliche Sitz der Freuden Waldenburgs
und der benachbarten Einwohner ist; es ist geschmackvoll eingerichtet.

Bürgerhäußer sind 111 und 9 Publiqe, also 120 Häuser und 16 Scheunen.
Einwohner sind 902. Sie nähren sich theils vom Handel, denn es sind hier einige ansehnliche Handels- häuser, welche 1785 für 820.312 Reichsthaler Leinwand außer Landes sandten. Es ist hier wöchentlich ein Leinwandmarkt, wo der Weber seine die Woche über gefertigte Leinwand dem Kaufmann darbeut.
Jahrmärkte sind im Jahr 3, im Februar, im Junio und Oktober.
Von etwas Ackerbau. Vom Bierbrauen, wozu 45 Häuser, und zwar 10 zwey und 25 einbierige berechtigt sind. Von Handwerken und Zünften. Es gibt hier folgende:

1.Apotheker
1.Bader
4. Bäcker
2.Blattbinder
1.Brauer
8.Brandtweinbrenner
3.Buchbinder
3.Büttner
1.Färber
3.Fleischer, welche
6. Bänke besitzen
2.Glaser
1.Goldschmied
1.Gürtler
3.Handschuhmacher
1.Hutmacher
1.Kupferschmied
2.Kürchner
1.Leinwanddrucker
15.Leinweber
2.Maurer 2. Nagelschmiede
2.Perückenmacher
1.Pfefferküchler
1.Posamentierer
1.Rademacher
2.Riemer
2.Sattler
3.Schlosser
3.Schmiede
12.Schneider
10.Schuster
1.Seiffensieder
3.Seiler
13.Tischler
1.Töpfer
1.Uhrmacher
3.Weisgerber

Das jährliche Konsumo ist:
336 Schefel Weitzen ;
960 Schefel Roggen,
288 Schefel Brandzweinschrot,
384 Schefel zum Brauen, Malz,
62 Ochsen,
380 Schweine,
650 Kälber und 770 Schöpfe.

Postwärteramt:
Dienstag und Freytag kommt eine fahrende Post von Schweidnitz,
und eine Fußpost von Friedland an; welche auch wieder dahin abgehen.

* Ouelle: Zimmermanns Beyträge zur Beschreibung Schlesiens 1785 ( Text auszugsweise und unverändert ! )
Theil 5, Fürstenthum Schweidnitz ab Seite 396.
Dieser wie auch die weiteren 12 Theile diese Werkes sind als priv.Reprint bei mir erhältlich.

 

 
   
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