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Gottesberg, Stadt:
(1894 Amtsgericht und Post Gottesberg;
Besonderheiten 1894: Bahnhof der Linie Kohlfurt-Sorgau der Preußischen Staatsbahn, Vorschuss- und Sparverein, Amtsgericht (zuständige Strafkammer in Waldenburg), evangelische und katholische Pfarrkirche, Rettungshaus, Wollspinnerei, Strumpfwirkerei, Dampftischlerei, Bierbrauerei, Porphyrbrüche, Steinkohlenbergbau; Vorstadt Kohlau mit Steinkohlenzeche Abendröte)
1875 : 6.445 Einwohner
1880 : 6.345 Einwohner
1890 : 7.201 Einwohner , davon 4.698 Evangelische, 2.460 Katholiken, 25 Juden
1925 : 10.758 Einwohner , davon 6.412 Evangelische, 3.574 Katholiken, 27 Juden
1933 : 12.079 Einwohner , davon 7.201 Evangelische, 3.631 Katholiken, 14 Juden
1939 : 11.000 Einwohner

Alt Lässig:
(offizielle Schreibweise Altlässig seit 11. 9. 1939)
1933 : 1.882 Einwohner
1939 : 1.700 Einwohner

Fellhammer:
1933 : 6.506 Einwohner
1939 : 5.866 Einwohner

Gaablau:
1933 : 951 Einwohner
1939 : 820 Einwohner

Hermsdorf:
1933 : 12.137 Einwohner , davon 6.571 Evangelische, 4.031 Katholiken, 3 Juden
1939 : 11.219 Einwohner
Jüdische Bevölkerung nach der Volkszählung vom 17. Mai 1939
Juden insgesamt: 8 (davon 3 männlich)

Liebersdorf:
1933 : 1.124 Einwohner
1939 : 977 Einwohner

Rothenbach:
1933 : 5.074 Einwohner
1939 : 4.535 Einwohner

Rudolfswaldau:
1933 : 766 Einwohner
1939 : 738 Einwohner


Einwohner Landkreis Waldenburg
117.684 (1885)
122.972 (1890), davon 86.594 Evangelische, 35.492 Katholiken, 375 Juden
143.361 (1900), davon 96.171 Evangelische, 46.239 Katholiken
168.714 (1910), davon 110.875 Evangelische, 55.800 Katholiken
133.504 (1925), davon 89.079 Evangelische, 36.641 Katholiken, 188 Juden
134.090 (1933), davon 87.414 Evangelische, 34.364 Katholiken, 127 Juden
117.777 (1939)


Konfessionsstruktur Landkreis Waldenburg 1939


Evangelisch: 66,6 %
Katholisch: 23,6 %
Gottgläubig: 5,5 %
Glaubenslos: 3,5 %
Sonstige: 0,8 %


Quellen:

Hubatsch, Walter (Hrsg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 - 1945. Reihe A: Preußen. Band 4: Schlesien. Marburg/Lahn, 1976.

Neumanns Orts-Lexikon des Deutschen Reichs. Ein geographisch-statistisches Nachschlagebuch für deutsche Landeskunde. Dritte, neu bearbeitete und vermehrte Auflage von Wilhelm Keil. Leipzig, 1894.

Das Ortsbuch für das Deutsche Reich. Herausgegeben in Verbindung mit der Deutschen Reichsbahn und Deutschen Reichspost. Berlin, 1927.

Statistik des Deutschen Reichs. Alte Folge, Band 57: Die Volkszählung im Deutschen Reich am 1. Dez. 1880. Berlin, 1883.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 32: Die Volkszählung im Deutschen Reich am 1. Dez. 1885. Berlin, 1888.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 150: Die Volkszählung am 1. Dez. 1900 im Deutschen Reich. Berlin, 1903.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 240: Die Volkszählung im Deutschen Reich am 1. 12. 1910. Berlin, 1915.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 434: Die Wahlen zum Reichstag am 31. Juli und 6. November 1932 und am 5. März 1933 (Sechste bis achte Wahlperiode). Berlin, 1935.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. Berlin, 1939.
Teil I: Altreich und Land Österreich.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 451: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16. Juni 1933. Heft 3: Die Bevölkerung des Deutschen Reichs nach der Religionszugehörigkeit. Berlin, 1936.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 550: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. Berlin, 1940.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 552: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 17. Mai 1939.
Heft 3: Die Bevölkerung des Deutschen Reichs nach der Religionszugehörigkeit. Berlin, 1942.

 

Friedland im Jahre 1785

Friedland war anfänglich eine Domaine der Herzoge zu Schweidnitz, und
wurde vermutlich schon zu ihren Zeiten zu Schloß Fürstenstein geschlagen.
Da Johann von Schellenberg 1497 Fürstenstein pfandsweise besaß,
so gehörte Friedland zu dieser Herrschaft, bey der es auch bis zu unseren
Zeiten geblieben; denn ob zwar Dietrich von Peterswalde die Herrschaft
Friedland 1624 von Christoph von Hoberg käuflich an sich brachte und ihm
auch solche 1626 von Hans Heinrich von Hoberg eingeräumt wurde,
so verpfändete doch der Dietrich von Peterswalde 1626 schon wieder um
14800 Thaler an gedachten Hans Heinrich und Helene von Hohberg
auf Fürstenstein erkaufte sie von den Peterswaldchen Kreditoren 1649,
worüber sie den 7.May gedachten Jahres die königliche Belehnung erhielt.

Von der Erbauung der Stadt weiß man so viel, dass Herzog Bolko I Anfangs
eine steinerne Burg aufgeführt, wobey sich denn, ohne Zweifel der Sicherheit
wegen, Einwohner niedergelassen; welche meist um das Jahr 1325 die Stadt
aus Holz erbauet.
Als aber 1427 Hussiten einbrachen, ist die Burg verheeret, und der Ort
durch Feuer verwüstet worden.
Unbekannt ist auch von wem sie Stadtrechte erhalten, oder was der Stadt in
älteren Zeiten für Privilegia ertheilet worden, weil die besten Urkunden
theils in kriegerischen Unruhen verloren gegangen.

Ein Privilegium ist von k. Ferdinand I ausgestellt zu Prag den
30.Januar 1558 worinn ihr ein 8.-tägiger Jahrmarkt, nebst einem
Wochenmarkte am Donnerstage zugestanden wird.
Und ein anderes vom Konrad von Hochberg ausgestellt 1597
über den Salzhandel und Bierausschroot auf allen herumliegenden
Dörfer; nachdem derselbe bereits zu Fürstenstein den 4.Februar 1578 den
Gemeinden zu: Alt-Friedland, Neudorf, Göhlenau, Rosenau, Raspenau,
Schmitsdorf, Gerbersdorf und Stein,
befohlen, dass sie kein anderes, als das Friedländer Bier trinken und
schenken sollten, welche Verordnung vom Dietrich von Hohberg zu
Friedland den 18.April 1611 erneuert wurde.

1611 wurde das Stadtbuch entwendet.
1621 brannten durch Zündung eines Wetterstrahls (Blitz) 12 Bürgerhäuser ab.
1633 starben die hießigen Einwohner an der Pest bis auf 4 Paar Eheleute,
überhaupt bis auf 17 Personen.
1662 erhielt die Stadt ein herrschaftliches Privilegium über den Wein und
Brandtweinschank, Pech- Salz- Eisen und Hopfenhandel.


Einwohner

Der größte Theil derselben ist evangelisch, und ihre Anzahl war im Jahr
1784 - 879 Personen.
Liste der Getrauten, Gebohrenen, Gestorbenen.

katholisch:
Jahr Getraute Getaufte Begrabene
1776 – 1784 22 Paare 73 Kinder 49 Personen

evangelisch:
Jahr Getraute Getaufte Begrabene
1776 – 1784 266 Paare 1372 Kinder 1160 Personen
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gesamt: 288 Paare 1445 Kinder 1209 Personen
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Aufs Jahr kommen: 32 Ehen 160 Geburten 134 Sterbefälle

Zum Bedarf der Einwohner wird jährlich erfordert:
264 Schefel Weitzen, 2000 Schefel Roggen, 88 Schefel Brandtweinschrot,
360 Schefel Malz, 47 Stck. Ochsen, 352 Stck. Schweine, 229 Stck. Kälber,
214 Stck. Hammel.

Zünfte und Handwerker:

1 Apotheker 1 Bader 4 Bäcker, mit 8 Bänken
2 Barbierer 1 Blattbinder 1 Bleicher 1 Brauer
4 Brandtweinbrenner 2 Buchbinder 2 Büchsenmacher 3 Büttner
2 Färber 6 Fleischer, mit 8 Bänken 1 Gärtner
4 Glaser 1 Gürtler 3 Handschuhmacher
2 Hutmacher, so 1784 an die 200Stck. Hüte geliefert 1 Kammacher
1 Knopfmacher 1 Korduaner 1 Kupferschmied 8 Kürchner
45 Leinweber und Zürchner, welche jährlich gegen 600 Schock Leinwand arbeiten,
2 Maurer 2 Messerschmiede 1 Pfefferküchler 2 Posamentierer
1 Riemer 2 Rothgerber 5 Schmiede 15 Schneider
10 Schuster 2 Seiffensieder 2 Seiler 2 Strumpfstricker
1 Strumpfwirker, welche zusammen voriges Jahr (1784)
199 Paar Strümpfe, 165 Paar Handschuh verfertigt,
4 Tischler 1 Töpfer 9 Weisgerber 3 Zuckerbäcker

* Ouelle: Zimmermanns Beyträge zur Beschreibung Schlesiens 1785 ( Text auszugsweise und unverändert ! )
Theil 5, Fürstenthum Schweidnitz ab Seite 377.
Dieser wie auch die weiteren 12 Theile diese Werkes sind als priv.Reprint bei mir erhältlich. arichter@poczta.onet.pl


   
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